KERNFUSION – NEIN DANKE!

Die Ulmer Ärzteinitiative warnt vor den aktuellen Phantastereien, die der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag, 13. Januar 2026 bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in Banz von sich gegeben hat. Söder möchte, dass auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerkes Gundremmingen ein kommerzieller Magnetfusions-Reaktor gebaut werden soll. Er will damit in Bayern die entscheidenden Energiefragen der Zukunft für uns alle lösen.

EIN IRRGLAUBE

Denn: an der Kern-Fusionstechnologie ist schon weltweit bereits seit den 1950er-Jahren ohne nennenswerte Erfolge geforscht worden. Man wollte damit das physikalische Prinzip der Sonnenenergie-Entstehung simulieren. Die Grundidee war, Wasserstoffatome miteinander zum Verschmelzen zu bringen. Beim Verschmelzen der Atome entstehen Massenverluste, die viel Energie frei setzen. Dieser Vorgang gelingt in der Sonne bei den dort herrschenden enormen Druckverhältnissen und hohen Temperaturen. Auf der Erde – künstlich hergestellt – würde dafür mehr Energie benötigt, als frei gesetzt. Auch die Materialbelastungen durch Neutronen-Strahlungs-Versprödungen und schwer beherrschbare Handhabungen mit dem radioaktiven Tritium sind auch noch nicht ansatzweise gelöst. Die kommerzielle Kern-Fusionstechnologie ist bisher immer wieder an letztendlich überhöhten Betriebskosten gescheitert.

ERHÖHTES RISIKO DER VERBREITUNG VON KERNWAFFEN

Die Ulmer Ärzteinitiative / IPPNW lehnt diese Technologie ab, weil sie insbesonders mit ihrem Betrieb ein erhöhtes Risiko der Verbreitung von Kernwaffen aufbaut.

KERNFUSION – NEIN DANKE!